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Ein Tag im Namen des UNESCO Welterbes

Der 18. April steht jedes Jahr ganz im Namen des UNESCO Welterbes. Heuer nahmen auch wir daran teil und stellten das LDDL-Projekt im Museum Lauriacum in Enns vor.

Der UNESCO-Welterbetag dient in erster Linie dazu, Aufmerksamkeit auf unser gemeinsames Kultur- und Natur-Welterbe zu lenken und Bewusstsein dafür zu schaffen. Zahlreiche Veranstaltungen laden dazu ein, die verschiedenen Welterbestätten zu erkunden. Seit 2021 gehört auch der westliche Abschnitt des Donaulimes zum Weltkulturerbe, und damit auch das ehemalige Lauriacum. Deshalb waren auch wir erstmalig daran beteiligt und haben die „Knochenarbeit“ in unserem LDDL-Projekt vorgestellt. Mitgemacht hat auch Eva Thysell, die im Zuge ihres Dissertationsprojektes die sog. Plochbergergründe untersucht, auf denen neben zahlreichen Siedlungsbefunden auch zwei kleine Grabgruppen entdeckt wurden.

LDDL beim Welterbetag im Museum Lauriacum.
Von links nach rechts: Eva Thysell (Projekt Plochbergergründe), Maria Marschler (LDDL), Bernhard Schlag (Museum Lauriacum, Kurator der neuen Sonderausstellung), Andrea Stadlmayr (LDDL). (Foto: LDDL)

Heuer gab es einen weiteren erfreulichen Anlass: Im Museum Lauriacum wurde die aktuelle Sonderausstellung Römer – Abenteuer – Welterbe eröffnet. Hier werden die wichtigsten Orte am norischen Donaulimes – von Passau bis Zeiselmauer – näher vorgestellt. Besonders Spaß machen die vielen Mitmachstationen, in denen man die Römerzeit hautnah erleben kann. Hauptverantwortlicher hierfür ist Bernhard Schlag, der diese Ausstellung vom Konzept bis zur Umsetzung geschaffen hat. Unterstützt wurde er u. a. auch von unseren Teamkollegen Felix Lang und Stefan Traxler. Wer also schon immer wissen wollte, wie schwer ein römischer Legionär schleppen musste, wie römisches Ketchup riecht oder wofür die verschiedensten Kräuter in der Römerzeit verwendet wurden, dem sei diese wunderbare Ausstellung sehr ans Herz gelegt. Herzliche Gratulation dazu, Bernhard!

Verfasst von

Maria Marschler studierte Biologie/Studienzweig Anthropologie an der Universität Wien. In ihrer langjährigen Tätigkeit als Anthropologin hat sie zahlreiche Skelettserien von der Bronzezeit bis zum Hochmittelalter analysiert, wobei ihr Forschungsschwerpunkt in der Römerzeit liegt. Im Projekt LDDL untersucht sie am Naturhistorischen Museum Wien die Körperbestattungen aus Lauriacum. www.nhm-wien.ac.at, www.researchgate.net

Das Projekt wird aus Mitteln des Heritage Science Austria-Förderprogramms der Österreichischen Akademie der Wissenschaften finanziert.

www.oeaw.ac.at

Projektträger

Naturhistorisches Museum Wien
OÖ Landes-Kultur GmbH
Paris Lodron Universität Salzburg

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